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   1.3.12:  Strahlende Siegerin - Uni Graz als frauen- und familienfreundlichster öffentlicher Betrieb der Steiermark 2011 ausgezeichnet

Eine Familie haben und gleichzeitig erfolgreich im Berufsleben stehen: Die Karl-Franzens-Universität Graz macht diese Kombination durch zahlreiche Maßnahmen, etwa im Bereich Kinderbetreuung oder durch vermehrte Beratung und individuelle Arbeitszeitenregelungen bei Pflegeverpflichtungen, möglich. Frauenförderung und die Gleichstellung der Geschlechter sind überdies fest in den Statuten der Universität verankert.

Für ihr Engagement wurde die größte Bildungseinrichtung des Landes nun im Rahmen der Initiative „Taten statt Worte“ zum „Frauen- und familienfreundlichsten Betrieb der Steiermark 2011“ in der Kategorie „Öffentliche Unternehmen“ gekürt. Am Dienstag, 28. Februar 2012, fand die feierliche Preisverleihung an der FH Campus 02 statt.

Rektorin Christa Neuper freut sich über die Auszeichnung, die die Uni Graz nach dem Jahr 2007 bereits zum zweiten Mal erhält: „Der Karl-Franzens-Universität ist die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf seit Jahren ein sehr großes Anliegen, das mit viel Engagement in die Tat umgesetzt wurde. Unserer Vorbildwirkung entsprechend möchten wir mit diversen Aktionen Wege aufzeigen, wie gelebte Chancengleichheit nicht nur Frauen in ihrer Doppelrolle zwischen Familie und Beruf unterstützt, sondern die gesamte Gesellschaft enorm bereichern kann.“

Landesrat Christian Buchmann, NRAbg. Ridi M. Steibl, Vorsitzende von „Taten statt Worte“, Vizerektorin Renate Dworczak und NRAbg. Adelheid Fürntrath-Moretti, Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“ Steiermark, mit dem Preis für die Karl-Franzens-Universität Graz als frauen- und familienfreundlichster öffentlicher Betrieb der Steiermark 2011. 
Quelle: Foto Fischer

Landesrat Christian Buchmann, NRAbg. Ridi M. Steibl, Vorsitzende von „Taten statt Worte“, Vizerektorin Renate Dworczak und NRAbg. Adelheid Fürntrath-Moretti, Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“ Steiermark (v.l.), mit dem Preis für die Karl-Franzens-Universität Graz als frauen- und familienfreundlichster öffentlicher Betrieb der Steiermark 2011.

Quelle: Foto Fischer

Der Preis wird von der Initiative „Taten statt Worte“ vergeben. Vorsitzende und Nationalratsabgeordnete Ridi M. Steibl zum Ziel des Wettbewerbs: „Dadurch sollen Unternehmen, die konsequent daran arbeiten, die Qualität der Arbeitsplätze für ihre MitarbeiterInnen kontinuierlich zu verbessern, eine Anerkennung erfahren.“ Insgesamt hatten heuer 39 steirische Betriebe an dem Wettbewerb teilgenommen, eine ExpertInnen-Jury traf die Entscheidung in den fünf Kategorien Kleinbetriebe, Mittelbetriebe, Großbetriebe, Öffentliche Unternehmen und Non-Profit-Unternehmen. Die drei bestplatzierten Betriebe aus jeder Kategorie können sich für den Staatspreis „Familienfreundlichster Betrieb 2012“ bewerben, der im Mai 2012 von der Familie & Beruf Management GmbH und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend vergeben wird.

52,4 Prozent der insgesamt 3.778 Beschäftigten der Karl-Franzens-Universität Graz sind Frauen. Bei den obersten Führungspositionen auf Universitäts- und Fakultätsebene beträgt ihr Anteil 45 Prozent, bei Instituts-, Zentrums- und Abteilungsleitungen 28 Prozent. „Als eine der größten und wichtigsten Arbeitgeberinnen der Steiermark ist es für die Universität Graz vorrangig, Bedingungen zu gewährleisten, unter denen Frauen ihre Potenziale entfalten und ihre Karriere vorantreiben können“, unterstreicht Renate Dworczak, Vizerektorin für Personal, Personalentwicklung und Gleichstellung. „Dazu gehören neben gezielter Gleichstellungspolitik und Frauenförderung auch umfassende Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ So sind etwa an der Uni Graz nach Absprache mit der/dem Vorgesetzten individuelle Arbeitszeitregelungen mit Rücksicht auf Betreuungspflichten möglich, ebenso wie der Wechsel zwischen Voll- und Teilzeit, ein gleitender Wiedereinstieg oder eine verlängerte Karenzierung. Um den Anschluss nicht zu verpassen, können auch karenzierte MitarbeiterInnen das vielfältige Weiterbildungsangebot der Uni Graz nutzen.

Als universitäre Kinderbetreuungseinrichtungen stehen eine Uni-Kinderkrippe für 0- bis 3-Jährige und ein Uni-Kindergarten für 3- bis 6-Jährige zur Verfügung. Die Abteilung „unikid – Universitäre Anlaufstelle“ bietet außerdem Unterstützung für Studierende und MitarbeiterInnen durch individuelle Beratung an und organisiert zusätzliche Angebote wie Kinderbetreuung im Sommer, einen BabysitterInnenpool oder die virtuelle Plattform „parent2parent“ zur Vernetzung von Eltern untereinander. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der flexiblen, stundenweisen Betreuung „M.A.M.A.“ für Kinder von 0 bis 10 Jahren.

Auf der Basis einer wissenschaftlichen Studie hat die Universität außerdem die Vereinbarkeitsagenden im Vorjahr um den Bereich „unicare“, einer Beratungs- und Servicestelle für Uni-Angehörige mit Pflegeverpflichtungen, erweitert. „Unicare“ fungiert als Schnittstelle zwischen Betroffenen und Angeboten von professionellen Pflegeeinrichtungen. Bei Bedarf unterstützt die Universität auch durch einen erweiterten Pflegefreistellungsanspruch über das gesetzlich vorgeschriebene Ausmaß hinaus in Form von Sonderurlaub sowie – unter bestimmten Voraussetzungen – durch zusätzliche finanzielle Leistungen für MitarbeiterInnen mit Familie. Dass die im Frauenförderplan der Uni Graz und in Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Ziele auch tatsächlich umgesetzt werden, dafür tragen unter anderem der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung sowie ein eigener Gender-Beirat Sorge.

Informationen und Kontakt:
Mag. Julia Spiegl
Leiterin der Abteilung unikid - Universitäre Anlaufstelle der Karl-Franzens-Universität Graz
Tel.: 0316/(0)380-1064
E-Mail: julia.spiegl@uni-graz.at

Gerhild Kastrun